Weltuntergangsphantasterei

Und es kommt der Tag, an dem die Salzstangen
Sich zurückholen, was ihnen gehört.
Da werden sie mit äußerst langen
Gurten um die Gewehre behangen
Wandern und jeden, der ihren Weg quert
Beschließen
Zu schießen.
Drum Menschheit, bleibe bloß zuhaus
Anderenfalls sieht´s übel aus...

 
 Unablässig sprießen Blüten
 
Unablässig sprießen Blüten,
Spatzen fliegen durch die Lüfte,
Laben sich am Sommerdüfte,
Während wilde Winde wüten.
 
Sanftes Sonnenuntergehen,
Tannen schaukeln sonderbar,
Käfer fliegen bodennah,
während wilde Winde wehen.
 
In der Arktis gibt es keinen
Sommer, das heißt noch, noch nicht.
Doch bald wird dort dieses scheinen:
 
Jenes warme Sonnenlicht.

Und so heißt es bald am Eismeer:

Hoch den Longdrink, lieber Eisbär!

Die Kühe

 
Hell erleuchtet auf dem Rasen
Stehen Kühe. ´s ist der Mond
Der einzig ihnen beiwohnt
Während sie im Trüben grasen.
 
„So ein Wetter!“, schimpft die eine,

„Neunundzwanzig in der Nacht ,

als ob die Sonne wacht.

Diese Nacht! Ha, die ist keine!“

 

Nickend stellt die andre fest:

„Ja, ich suche nach dem Grund.“
“Nun ja: Quia sommer est.“

Und mit Gräsern noch im Mund

Nickt andere im Mondesschein:
“Ja.Könntsein.“

        

 Blick aus´m Fenster

 

In Trauer gewandet baumeln Wipfel heimatloser Bäume

Gen Boden. Das Nichts im Blick.

Regen lässt die Schnecken gefrieren, im Halbdunkel

Verschwindet Fremde. Viel zu hell

Und zu blau der Himmel, Abendlicht ergießt sich

In den See. „Es bleibt für diese Jahreszeit zu blau.“,

spricht im Fernsehen ein Mensch mit leeren Augen.

Pferde bringen sich in Ferne selber um.

Vor meinem Fenster sammeln sich Käfer und Amseln,

die wehmutsvoll die Käfer verzehren.