Kampf gegen Karpfen
 
Am Haken hängt ein dicker Fisch,
heut soll dieser auf den Tisch.
Doch macht er, was ich nicht verstehe,
es mir schwer, ihn rauszuzieh´n.
Nun komm schon her, denk ich mir, wehe,
Fisch, die Angel ist geliehn!
Unvorstellbar! Denk: sie reißt,
ich wär verloren ewiglich!
Also komm, was soll der Scheißt,
komm da raus, ich bitte dich!
Ich werde dich auch gut behandeln:
Saucen: Süß od´ sauer, scharf,
dazu Rahmspinat und Mandeln...
Doch nur, wenn ich dich rauszieh´n darf!
Hör zu, König aller Meere,
wenn ich an eurer Stelle wäre
würde ich mich nicht so zieren.
Was bitte gibt es zu verlieren?
Das Leben? Ha! Dass ich nicht lache!
Leben, König, ist für Schwache!
Gebt mir eures bitte hin,
weil ich so schrecklich hungrig bin.

Kleine Sage aus Niedersachsens kargen Steppen

 

Durch die Heide irrte
bei Mondesschein ein Hirte,
ohne Schafe, ohne Schafe.

So schafslos, wie ein Mensch sein kann
ging er weiter, dieser Mann,
im Schlafe, im Schlafe.

Wunder gibt´s auf dieser Erde!
Vor ihm stand die seine Herde!
Freudig spielte er die Harfe, die Harfe.

Verboten in Niedersachsens Kantonen;
drum zahlte er etwa dreizehn Millionen.
Zur Strafe, zur Strafe.

 

Faustregel

Trink des Morgens nicht zuviel

Bier und Wein.

Trink lieber Pril!

 

Erst am Mittag: Trinke Bier

Doch nicht ein-

Es: Trinke vier!

 

Dann um drei zur Kaffeezeit

Mach zum Trinken dich bereit.

Nun trinke bloß!

 

Und am Abend trinke gerne

So viel wie am Himmel Sterne.

Morgen geht’s von vorne los!